Rothenburg
Orgel in der Evang.-Luth."St. Jakobs-Kirche"
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Opus:355
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Baujahr:1967/68
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Register:69
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PLZ:91541
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Standort:Rothenburg
69 / IV+P
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1. |
Principal Tremulant |
8' |
| 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. |
Principal |
16' 8' 8' 4' 4' 2 2/3' 2' 1 1/3' 2/3' 8' 16' 8' 8' 4' |
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1. |
Pommer Tremulant |
16' |
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1. |
Holzgedackt Tremulant |
8' |
| 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. |
Untersatz |
32' 16' 16' 8' 8' 4' 4' 2 2/3' 5 1/3' 5 1/3' 16' 16' 8' 4' |
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1. |
Holzbass |
16' |
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Mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur |
Chorspieltisch |
Manualzuordnung I = Schwellwerk (III), II = Brustwerk (IV), eigene Pedalregister, nur vom Chorspieltisch aus ansteuerbar. |
Koppeln: |
Hauptspieltisch: Mechanisch: IV-II, III-II, III-I, I,II, IV-P, III-P, II-P, I-P Elektrisch (neu): III-II, I-II (auslösend mit den entspr. mechanischen Koppeln) Chorspieltisch: Mechanisch: II-I, II-P, I-P |
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Spielhilfen: |
Hauptspieltisch: acht-fache mechanische Sternchensetzerkombination 100.000-fache elektronische Setzerkombination (neu) Chorspieltisch: sechs-fache mechanische Sternchensetzerkombination |
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Spiel: |
Zimbelstern |
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Stimmtonhöhe: |
440 Hz bei 15°C |
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Stimmtonart: |
Gleichstufig |
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Orgelgehäuse: |
Fichte natur |
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Sachverständiger: |
KMD Martin Schiffel, Rednitzhembach |
Die Arbeiten wurden im Zeitraum Januar bis Juni 2021 ausgeführt. Beteiligt war die Firma Friedrich, Oberasbach, die mit den Reinigungsarbeiten betraut war.
Unsere Tätigkeit erstreckte sich auf die technische Instandsetzung und die klangliche Wiederherstellung.
An den Spieltischen wurden die mechanischen Kombinationen überarbeitet, die Registerbeschriftungen erneuert und die Klaviaturen restauriert.
Darüber hinaus erhielt der Hauptorgelspieltisch eine neue elektronische Setzerkombination, die alternativ, aber auch zusammen mit der Sternchensetzerkombination verwendet werden kann. Für die Anzeige der Kombinationen der Setzeranlage wurden links und rechts neben den Klaviaturen Displaygehäuse mit Sequenzerschaltern für eine/n Registranten/in (voll reversibel) aufgestellt. Die Bedienelemente sowie ein weiteres Display sind in einer rechtsseitig unter der Klaviaturbank befindlichen Schublade untergebracht. So war es uns möglich, die Ästhetik des Spieltisches weitgehend unberührt zu lassen.
Die Registertraktur erhielt anstelle der Schleifenzugmotoren Magnete mit Aufbauschaltung, der Gleichrichter wurde ebenso erneuert wie die komplette Verkabelung. Mittels zusätzlicher Absicherungen wurde die elektrische Anlage hinsichtlich des Brandschutzes auf den aktuellen Stand gebracht.
Das Spiel der Orgel wurde erheblich verbessert zum einen durch eine umfassende Neueinregulierung der Spieltrakturen und mechanischen Koppeln, durch eine Erneuerung der Balancierbälgchen im Schwellwerk sowie den Zubau neuer elektrischer Koppeln III-II und I-II. Die Kontaktgebung erfolgt über optische Schalter unter den Tastenköpfen. Die Koppeleinführungen in die Trakturen wurden gemäß denkmalpflegerischer Vorgaben so installiert, dass die bauzeitlichen Trakturen nicht verändert oder gar getrennt werden mussten. In einer Schublade, die auch die Bedienelemente für die Setzeranlage enthält, kann gewählt werden, ob die Koppeln mechanisch oder elektrisch funktionieren sollen.
Die klangliche Überarbeitung erfolgte ganz im Stile der Zeit mit weitgehender Kernspaltenintonation. Das vom seinerzeitigen Intonateur Winfried Albiez vorgegebene Klangbild wurde respektiert und Veränderungen höchstens in Nuancen ausgeführt.
Die Orgel ist – nicht nur wegen der imposanten Gestalt und deren freien Aufstellung im Raum – ein Leuchtturmprojekt der 60er Jahre der 20.Jahrhundert für den Orgelbau in Süddeutschland. Generationen von Orgelbauern und Organisten sind zu dem Instrument gepilgert, um sich inspirieren zu lassen, sei es in klanglicher, technischer oder architektonischer Hinsicht. Vor diesem Hintergrund sind wir an das Instrument mit höchstem Respekt an die Arbeiten an dieser Orgel gegangen und glauben, dass es uns gelungen ist, das Wesen der Orgel zu erhalten, dabei die notwendigen Erweiterungen und erforderlichen Korrekturen technisch verträglich und ästhetisch angemessen ausgeführt zu haben.